Welpenzeit- DIE FAKTEN, wie es wirklich war

Welpenzeit- DIE FAKTEN, wie es wirklich war

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Letty im Sommer vergangenen Jahres kurz nach der Geburt, im Garten herumtrampelte, mit Ihren Geschwisterchen herumtollte, wie die kleinen Wolle- Propen mit Ihren kleinen Beinchen herum düsten und sich hinter den grossen Rhabarber-Blätter versteckten, um Schutz vor der brüteten Sommerhitze zu suchen. Ich verliebte mich sofort in Sie.
In alle. Sie waren so süss, knuffig und so ruhige, friedliche Wesen.

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Hund im Büro // Fazit nach 5 Monaten

Hund im Büro // Fazit nach 5 Monaten

Türe auf, man stolpert sofort  über die ersten Hindernisse.
Es heisst Augen auf! Jeder Schritt muss überlegt sein.
Ein Minenfeld ist wirklich eine nette Beschreibung.
Zerrissene Zeitschriften, saberige Papier Fetzen kleben am Boden fest,
angenagte Kartonschachteln wo man hin sieht, PET-Flaschen mit Biss-Spuren
sind keine Seltenheit und auch sehr beliebt: Finken zerstreuen &
dann mit ganz viel Liebe verstecken, eben wie an Ostern. Read More

Zurück aus dem Winterschlaf – mit guten Vorsätzen ins neue Jahr *2018* starten

Zurück aus dem Winterschlaf – mit guten Vorsätzen ins neue Jahr *2018* starten

Nach dem “Burglind“ an uns vorbei gestürmt ist,
bläst nun auch der Föhn die letzten Schneefelder von den Bergen rund um uns.
Die ersten Schneeglöckchen strecken ihre Köpfe durchs grau-braune Gras,
und bringen schon das satte grüne zurück in unseren Garten.

Hallo Frühlingserwachen – in Januar?

Letty und mich stört es keines Wegs. Klar toben wir gerne im Schnee und gucken zu wie es vom Himmel schneierlet.
Aber dennoch bin ich eher das Sommerkind. Letty du?
Ich lass mich überraschen wie unser erster gemeinsamer Sommer wird.

Wir haben gerade unsere ersten Festtage hinter uns. Haben zusammen Weihnachten gefeiert und sind gut ins
Neue Jahr gerutscht. Willkommen im Jahr 2018!
Wie vielleicht viele andere auch, haben wir uns Gedanken gemacht, was wir im neuen Jahr alles erreichen möchten.
Viele gute Ideen umsetzten und neues ausprobieren. Aber auch manche “Mängel“ noch ins reine bringen.

Warum wir uns diese hier “schriftlich“ schwarz auf weiss festhalten?
Meine Hoffnung: Sie mit mehr Motivation und Erfolgserlebnis umzusetzen & Euch allen mit grossem Stolz wieder
einen Schritt auf unserer To-Do-Liste zu begeistern. Also wo fangen wir da bloss an…

Unsere Ziele fürs Jahr 2018:

– Selber Hundehalsbänder, Halstücher und Leinen kreieren. (Letty darf Model stehen)

– Die Begegnung an der Leite mit fremden Menschen / Hunde / Tiere zu lernen.
   Ohne Stress und zerren an der Leine Letty! Neue Bekanntschaften zulassen.

– Abrufkommando. Letty hört auf alles und jeden. Aber auf mich?

– Anti-Giftköder-Training. Letty ist ein laufender Staubsauger. Nase am Boden und los geht’s.
   Aus Angst, dass Sie mal was erwischt was Ihr nicht gut tut. Lieber ein Spezial Training besuchen!

– Beschützer-Instinkt. Letty hat das Gefühl, Sie müsse mich vor allem beschützen. Ist lieb gemeint,
   aber in den meisten Situationen total unnötig.

– Eifersuchts- Attacken? Letty stürzt sich eifersüchtig auf mich, wenn ich andere Hunde streichele.
   Sie kann nicht teilen.

– Sport! Nasensport vielleicht? Wäre was oder? Mal gucken was für ein Kurs wir besuchen könnten.

Fotoshooting. Damit wir uns von der besten Seite präsentieren können *grins

– (Hier lasse ich noch Platz. Mir fallen laufend neue To-Do’s ein 🙂 )

Was habt Ihr so geplant mit Euren Vierbeinern? Bin gespannt was für Ziele Ihr erreichen möchtet.

Ganz liebe Grüsse aus der föhnigen Schweiz.
Letty &

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Brief an (m)eine Katze – Patzy

Brief an (m)eine Katze – Patzy

Samtweich
kitzeln die feinen Härchen Ihrer weissen Pfoten über meine Wange.
Ganz leicht berühren mich Ihre Krallen dabei. Vorsichtig zieht Sie sie wieder zurück.
Schnurrt dabei. Ganz laut. Ich wuschele mit meinen Finger tief durch Ihr flauschiges
Bauchfell. Ihr Kopf nähert sich meinem. Ihre raue Zunge kratzt mir über meine Nase.
Liebgemeint natürlich. Sie strahlt so viel wärme und Liebe dabei aus. Ich zerschmelze.

Seit 4 Jahren begleitest du mich nun. – Es ist für mich an der Zeit    D I R    Danke zu sagen.

In meiner ersten richtigen eigenen Wohnung hast du dich bei mir eingelebt.
Mir das Gefühl von Einsamkeit genommen. Du warst und bist noch immer für mich da.
Zu jeder Tages und Nachtstunde. Als scheues Hauskätzchen habe ich deine Zuneigung geschätzt.
Du bist nicht die typische Schmusekatze. Nein, das bist du nicht. Du lässt dir deine Eigenheit nicht nehmen.
Trotzdem hast du von Anfang an bei mir im Bett geschlafen. Jede Nacht. Kamst du zu mir. Hast mich beschützt.
Über meine Träume gewacht. Mir Sicherheit gegeben. Weil ich wusste, du bist hier.

Währen der Tageszeit bist du deiner Lieblingsbeschäftigung nachgekommen. Vögel-Gucken. Leute-Beobachten.
Du hast die Natur, welche dich umgab, in dich aufgesogen. Obwohl du immer eine Scheibe oder ein Netz als Grenze kanntest. Eine unüberwindbare Grenze. Eine Schutzwand? Ein Hindernis, dass dich zurückhielt. Bei mir.
Jahrelang. Warst du ein Hauskätzchen mit Zutritt auf die Terrasse. Damit du doch etwas frische Luft schnappen konntest.
Du hast es geliebt. Du warst immer dort wenn ich dich gesucht habe. Hast mich bei der Gartenarbeit beobachtet.
Mir zugesehen wenn ich kam und ging. Du kanntest dein Umfeld in und auswendig. Sogar beim grössten Windsturm
hast du es dir nicht nehmen lassen, dir das Fell zu zerzausen. Obwohl ich so viel Angst hatte, du fliegst beim nächsten
Windstoss davon. Auch beim grössten Gewitter bist du deine Katze gestanden. Auch wenn es mal Nasse Pfötchen gab.

Jetzt ist es soweit meine treue kleine Begleiterin.

DU BIST FREI.

Es zerreisst mir dabei mein Herz. Dich gehen zu lassen. Die Tür steht dir offen.

Lauf meine Kleine. Lauf wohin dich deine Pfötchen tragen mögen. Geniesse deine Freiheit.  –  Du hast Sie dir verdient.

Nun bettelst du vor der Tür. „Lass mich raus“! Ohne zögern öffne ich Sie dir. Du stehst schon mit zwei Pfoten draussen.
Aber du drehst dich wieder um. Kommst zurück zu mir. Hüpfst auf den Kratzbaum, damit ich dich streicheln kann.
Du hüpfst davon und verschwindest im dunkeln des Morgengrauens. Ich schleiche wieder zurück ins warme Bett.
Wo du zuvor noch bei meinen Füssen auf der Decke geträumt hast. Dumpfes knallen verraten mir, dass du vom
Terrassengeländer auf den darunterliegenden Sonnenstoren-Kasten gesprungen bist. Und weg bist du.
Jetzt schleichst du durch die Gärten, den angrenzenden Spielplatz, am Bach entlang Richtung Wald?
Ich weiss es nicht. Aber deine schmutzigen Pfoten verraten es. Du bist viel unterwegs. Du kommst hungrig zurück.
Wartest vor der Haustür, bis ich dich wieder hinein lasse. Sofort geht’s zum Fressnapf und danach erholst du dich
Tagsüber von deinem Frühmorgentlichen Ausflug ins Freie.

Ich freue mich, dass du bis Heute auch immer wieder zu mir zurück gekommen bist.

Aber ich habe auch grosse Angst dich für immer zu verlieren – ohne Abschied zu nehmen.
Das Risiko gehen ich jetzt aber ein. Weil du es dir verdient hast. Du warst Jahrelang für mich da.

Nun möchte ich, dass du das saftige, nasse Gras im Morgentau unter deinen rosigen, kleinen, zarten Pfötchen fühlst.
Die bist jetzt immer nur in meiner Nähe herumgetapst sind. Jetzt bist du frei. Ich hoffe du findest deinen Weg.
Dein Reich. Dein Revier. Und noch mehr hoffe ich, dass du noch ein paar Jahre auch immer wieder zu mir zurück kommst.

Denn ich habe dich ganz toll Lieb meine kleine Maus. Pass gut auf dich auf da draussen! Jetzt bist du gross genug
und musst auf dich selber aufpassen. Ab JETZT bin ich für DICH da, wenn dir was fehlt.

Hab Spass!

Entdeckte die Welt!

Jage deine Vögel und verteidige dein Revier!

DU BIST DIE BESTE Patzy <3

 

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Verwöhntes Mädchen – Letty im Hundeglück.

Verwöhntes Mädchen – Letty im Hundeglück.

In weiten Sprüngen sprinten Sie über die Felder,
jagen, spielen und schnüffeln zusammen um die Wette,
wer findet wohl zuerst was feines im dichten Gebüsch?
Manchmal stehen Sie beide einfach nur da, blicken in die selbe Richtung,
Ihre “Lampi-Ohren“ flattern im Wind und die kalten Nasenspitzen glitzern
im Sonnenlicht. Je ein Pfötchen angezogen, stehen Sie da, stolz und wedeln
mit Ihren Schwänzen im Takt.

Frei, wild, elegant und einfach wunderschön anzusehen.

Letty und Ihr Schwesterchen. Zwei dicke Spielkameradinnen.
Sie kosten jede einzelne Sekunde Ihrer gemeinsamen Zeit aus und
toben bis zum Umfallen. Bis es wieder heisst, Abschied nehmen.

Wir sehen uns glücklicherweise häufig. Manchmal 2 x in der Woche.
Es ist erstaunlich einfach zu sehen, wie gelassen Sie sind, wie glücklich sie werden,
wenn Sie zusammen durch die verschneiten Weiten sprinten dürfen.
So natürlich.
Sie müssen auf nichts Rücksicht nehmen und können Ihre Energie ablassen,
einfach Hund sein. Nie weit von Frauchen entfernt, kommen Sie wieder zurück,
suchen Kontakt zu uns und hüpfen dann wieder vergnügt von dannen.

Ich liebe es Letty diese Chance zu geben. Sie auszutoben zu lassen. Es macht mich Glücklich.
Ihre Blicke verraten es mir. Ein leuchten in Ihren Augen – ein blinzen und das freundliche
Schwanz-Wedeln können es nicht genug zeigen.

“Ab ins Auto“, heisst es dann. Manchmal schon nach 30 Minuten wilder Toberei
in Schnee und Matsch, werden die zwei Hunde verladen, mit einem Tuch abgetrocknet
und in die erholende Traumwelt entlassen.

Manchmal frage ich mich: verwöhne ich Sie zu viel? Auch mit Frauchen von Lettys Schwester
sind wir schon bei dieser Frage angelangt. Aber wo fängt verwöhnen an? Darf ein Tier diese
Zuneigung von Frauchen nicht einfach erwarten? Ich finde schon. Jedes bisschen Liebe,
dass ich Letty schenke, bekomme ich “hin und wieder“ in doppeltem Masse zurück.
Sie zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, diese süsse kleine Maus.

Verwöhnst du deine Lieben Vierbeiner auch? Oder bist du der Meinung, dass es bei manchen
mit der “Tierliebe“ zu weit geht? Ich muss gerade lachen, wenn ich meine selber geschrieben
Worte lese. Tierliebe? Ich bin wirklich so schlimm, für mich ist Letty manchmal wie ein kleines
Menschen-Kind. Wenn ich “Kinder-Müttern“ zu höre, denke ich immer: Hach das selbe mache ich
auch gerade durch! Angefangen bei:

-In der Nacht 2-3 Mal aufstehen, weil die Kleine in Ihrem Bettchen neben meinem Bett rumstrampelt
Pipi-machen muss, Durst hat oder es Ihr einfach nicht gut geht…
-Sachen / Deko inklusive runterschmeissen, Küche abräumen, Kisten ausräumen, Apfel vom Tisch stehlen usw.
-Meine Kleider (die verwahrlost auf dem Boden rum liegen) in der Wohnung herumtragen
-Kotze und Hundekaka aufputzen… manchmal leider noch eine Pipi-Pfütze
(Pipi zum Glück nur noch, wenn ich zu spät bin)
-In der dunkelsten Nacht über Spielsachen stolpern die auf meinem Weg zum WC liegen.
-Milchzähnchen sammeln 🙂 Wie winzig die sind! Und wie gross die Beisserchen jetzt sind!! WUA

Es gäbe da noch so viel zu erzählen. Aber die weitere Ausführung würde dich bestimmt zu Tote langweilen.
Gestern zum Beispiel, hat mir Letty nach der Arbeit auf unserer “Gassi-Runde“ so viel Glück geschenkt,
dass ich heute noch grinsen muss. Zu Hause angekommen, so ca. 18.45 Uhr, wechselte ich meine Jacken.
Denn es regnete. Ich weiss Dezember. Aber nein kein Schnee. Sondern tropfnasser Regen. Also knipste
ich Letty’s LED Kugel am Halsband an. Montierte zusätzlich noch eines an der Leine. Sicherheit geht vor!
Dann zogen wir los. Sie ohne Leine hinter mir her. Am dunklen Waldrand entlang. Irgendwie hatte ich
richtig das Gefühl, Sie habe manchmal gezögert weiter zu gehen. Als hätte Sie Angst im Dunkeln diesen
Weg zu gehen. Ja ich gebe zu. Sie hat es sogar geschafft, mich ein wenig einzuschüchtern. Vielleicht steckt
hinter dem nächsten Baum oder der nächsten Verzeigung ein grosser gefährlicher Mann?
Aber nein. Keiner da. Also zottelten wir weiter. Bis dann die Strasse nahte. Letty wurde angeleint.
Über die Brücke, die Strasse und Zugstrecke überquert auf die Flussseite. Endlich wieder Strassenbeleuchtung.
Und dann, UND DANN, passierte es: wir fingen ganz langsam an zu joggen. Letty sah mich von der Seite an.
WAS TUST DU DA? Ihre grossen Kulleraugen glitzerten im Licht der Strassenlaternen. “Ich jogge Letty,
gefällt dir dieses Schritttempo?“ Sie düste weiter. Die Leine immer schön durchgehängt. Bis Sie eine Fährte
aufnahm und das Tempo langsam verringerte. Wir hielten an Strassenecken, Gebüschen, Steinen, Zäune,
Pfützen oder auf grösseren Wiesen. Fertig geschnüffelt, liefen wir langsam weiter, bis wir wieder ins “Jogging-
Tempo“ überwechselten. JUHU. Sie hatte Spass. Ich habe es Ihr richtig angemerkt. Ihr Schwänzchen hüpfte
freudig von einer auf die anderen Seite, während wir Trabend unsere Wege gingen.

Tipp des Tages: Tempowechsel! Probiert es einfach. Es macht wirklich Spass. Hund & Mensch.
Es bietet Abwechslung und macht das Gassi-Gehen gleich einen Ticken spannender.

 Schreib mir deine Erfahrung mit dem “Tempowechsel“. Ich bin wirklich gespannt wie eine Feder, was du davon hältst.

Geht es einfach langsam an. Nicht gleich los springen und den Hund hinterher ziehen. Sondern pass dich einfach seinem Tempo an. Du wirst sehen, wie dein Hund strahlen wird.

Also geh schön “Gassi“ und verbinde gleich etwas Sport damit. Super oder? 🙂
Kann man über die Weihnachtstage sowieso gut vertragen.

Alles Liebe & eine schöne Adventszeit wünsche ich dir.
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21:00 Uhr. Unsere letzte Gassirunde des Tages.

21:00 Uhr. Unsere letzte Gassirunde des Tages.

Eisig kalt umschmeichelt der schwache Wind mein Gesicht.
Meine dunkelblaue Kappe tief ins Gesicht gezogen.

Die Finger, tief in der Jackentasche vergraben, umklammern
sie Lettys Hundeleine. Fleissig zieht die Leine nach rechts, dann
wieder nach links. Mit einem Ruck zieht sie sich straff und es wird
eifrig an der nächsten Ecke geschnuppert. Wir ziehen unsere,
inzwischen routinierte, letzte Runde des Tages.

In langsam Schritten umkreisen wir die Häuser in unserer Nachbarschaft.
Wir sind angekommen. Wir sind zu Hause. Im neuen Daheim. Neue Strassen. Unsere.

Die beliebten Schnupper-Ecken, regelmässig wiederholend, kenne ich bereits.
Ein herabhängender Zweig, ein Gebüsch, eine Wiese, der knallrote Hydrant und das
altbekannte Loch werden täglich aufs neue untersucht und ausgiebig beschnuppert.
Die Route variert natürlich. Einmal links, einmal rechts herum, das nächste Mal
klappern wir noch eine Strasse mehr ab oder biegen bei einer anderen Verzweigung
ab. Je nach Lust und Laune eben. Wir erforschen ja immer noch. Denn wir sind ja
“DIE NEUEN“ hier. In dieser alt eingesessenen Umgebung. Ehrlich gesagt “sind wir
nur ein Dorf weiter gezogen“. Du lachst jetzt bestimmt. Aber diese Ecke ist mir gar nicht bekannt. Ich kenne mich nicht aus. Letty natürlich auch nicht. Komisches Dorf, Nette Leute, viele uns noch unbekannte Strassen. Den Wald kennen wir inzwischen besser als den Dorfkern selber. Aber der zieht uns auch nicht gerade in den Bann. Es ist nicht das “Malerische Bergdorf“ wie es im Romane steht. Eher so: Altes Bahnfahrer-Dorf. Mitten durch geht der Zug, welcher den Süden und den Norden der Schweiz verbindet.
Also sind wir hier im perfekten “Durchfahrtsgebiet“. Naja was soll’s. Schön ist’s trotzdem. Und Ruhig. Abgesehen vom Zug. Aber der ist schön weit weg von unserem Häuschen. Weiter geht’s…
Letty’s Laufwille hält sich manchmal in Grenzen. 
Sie will dann lieber spielen und herumtollen. Also geht’s schneller wieder nach Hause.

Die Ruhe,  die stechend frische Luft, das gleichmässige trappeln Letty’s Pfoten
lassen mich herunterfahren. Es wirkt schon fast wie eine Hypnose. Ich versinke
in Gedanken und lasse mich von Letty’s Lauf und Stopp- System führen.
Sie kennt bereits die Wege. Sie biegt ohne Kommando in die nächste Strasse ab.
Sie weiss wo Sie zu Hause ist. Bei mir.

Wir begegnen kaum je einer Menschenseele. Es ist auch meist dunkel. Ich folge
Letty’s LED-Klumpen am Halsband zur nächsten Strassenlampe. Die Beleuchtung
in den Privatstrassen ist eher romantisch als praktisch. Für uns reicht es.
Meine Blicke schweifen an den erhellten Fenstern der Häuser vorbei. Manchmal
bleiben Sie regelrecht daran hängen. Spannend welche Dinge da zu entdecken sind.
Am meisten fällt mir auf, wieviele Häuser ohne Vorhänge, Balken etc. existieren.
Ist das nicht unangenehm? So in einem Glas-Häuschen zu sitzen? Oder präsentieren
sich die Leute eben gerne? Oder bin ich einfach die Einzige, die in diese erhellten
Fenster blickt? hmm… Bücherregale, Fernseh- flimmern, verschiedene farbige
Beleuchtungen, Bilder, Fensterdeko, bis zu vorbei huschenden Menschen-
Gestalten.  Letty interessieren diese Dinge nicht im geringsten. Sie ist inzwischen
mit schnuppern des nächsten Stöckchen am Strassenrand beschäftigt.

Hie und da klappern Fenster-Rolladen herunter, Autotüren werden zugeknallt
oder Kindergeschrei dröhnt aus einem gekippten Fenster. Aber auch der zarte
Duft von frischer Wäsche zieht an uns vorbei. Oh ich liebe es.
Es raschelt, Letty steckt wie immer Ihren Kopf in Gebüsche. Tiefer und noch
tiefer am liebsten. Bis ich nur noch das Stück Leine in der Hand halte und
von meinem Hund nichts mehr sehe. Ich warte. Es zieht. Komische Geräusche
kommen von der Richtung des anderen Ende der Leine. Ein paar Sekunden
und schwups spaziert sie weiter. Viele Fragen gehen mir dann immer durch
den Kopf. Was sie da wohl schmeckt? gefunden hat? ich würde so gerne mehr
von ihr erfahren. Aber sie behält es lieber für sich. Und schweigt wie ein stilles
Grab vor sich hin. Manchmal glaube ich ein verschmitztes Schmunzeln über Ihren süssen Hundemund huschen zu sehen. Bis sie ins nächste Strässchen abbiegt.

Wir sind zu Hause. Letty’s letzter Pipi-Gang wird im Garten vollzogen bis wir
uns ins warme zurückziehen. Zuerst die kalten Pfötchen abwischen. Trabel trabel
und ab auf ihre Kuscheldecke.

Jetzt sitz ich hier und schreibe diesen Text.
Lettys rhythmischer Atemzug begleitet mich, unterbrochen vom klappern
meiner Tastatur. Ich sitze in meinem neuen Büro! Unglaublich oder?
Zum Glück siehst du gerade nicht, wie es hinter diesen Zeilen aussieht.
Ein Chaos ist nur der Vorname. Alle Kisten ausgeräumt und alles was hier
in mein Büro muss, steht jetzt irgendwo rum… Verstauen und Ordnung ins
Zimmerchen bringen ist schon gross auf meiner ToDo Liste. Dick!
Morgen dann vielleicht… oder übermorgen?… mal sehen. 

Bis bald.

Gute Nacht liebe-/r Leser-/in.

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Foehnlocke und Letty. #Update der 4. Monat

Foehnlocke und Letty. #Update der 4. Monat

Ein Blick zum Fenster raus.
Es ist schon Herbst. Wie die Zeit vergeht.
Es ist grau. Nass. Kühl. Windig. Ein Zug donnert vorbei.
Das abgefallene, goldige, schon getrocknete, Herbstlaub raschelt jetzt über den Boden.
Die einzige Möwe, die sich vermutlich verflogen hat, kreischt in die Stille über dem Feld.

Da sind WIR.

Letty und Ich.
Schon bald 4 Monate sind wir zusammen unterwegs. Täglich. Meistens 24h lang.

Uns geht es gut. Ich möchte fast behaupten. Von Tag zu Tag besser. Wir lernen uns kennen.
Letty lernt mich als Menschen, als Herdenführerin kennen. Und ich Letty als Hundewelpen.
Wir lernen jeden Tag so viel voneinander. Das wird mir immer wieder bewusst, wenn ich sehe,
wie wir uns verändern. Wir wachsen zusammen. Letty braucht mich. Und ich liebe Sie, so wie Sie ist.

Letty ist mein erster Welpe. Mein erster wirklicher Hundekontakt. Ich muss gestehen, ich habe zuvor
mein ganzes Leben nie das Bedürfnis nach einem Hund verspürt. Auch als Kind nicht. Ich bin mit Katzen
aufgewachsen. Hunde bin ich meist mit grossem Bogen umgangen. Ich hatte eher Angst, vielleicht nicht
gerade Angst, aber grossen Respekt. Warum? Ich weiss gar nicht. Mir sind keine negativen Erfahrungen
bekannt. Vielleicht einfach nur menschlicher Instinkt? Der mich bewusst vor diesen Tieren fern hielt?
Keine Ahnung.

Als ich den ersten Fuss ins Tiergehege von Letty Züchterin setzte, schlug mein Herz so laut, es rauschte
richtig in meinen Ohren. Das zittern meiner Knie und Hände konnte ich, glaube ich zumindest, gut überspielen.
Klar weiss ich, das Hunde meinen Zustand, meine Gefühle wittern. Als die Rasselbande auf mich zuraste,
hielt ich vermutlich den Atem an. Es waren 4 ausgewachsene Collies. Das Beschnuppern dauerte nur einige
Sekunden, bis sich das Rudel winselnd um uns herum bewegte. Der erste Schritt ist getan. Das waren wahrscheinlich
die intensivsten ersten Sekunden des Hundekontaktes in meinem Leben. Danach ging alles Schritt auf Schritt.
Als ich in der Welpen-Zone stand, war meine Angst verschwunden. Sicherlich sind diese kleinen flauschigen
Wolle Propen süsse kleine Frechdachse. Die können doch keinem was zu Leide thun.

Jetzt nach unserer Eingewöhnungsphase mit einmal Wohnungswechsel sind wir angekommen.
Klein wenig Respekt habe ich aber dennoch vor Letty. Die hat so riesige Zähne! Die Milchzähnchen sind schon alle
raus geflogen. Eine grosse Lady ist sie jetzt schon. Sie wird so langsam Erwachsen meine Kleine.
Auch ruhiger wir sie. Die Wohnung wird nicht mehr in Einzelteile zerlegt, die Kissen nicht mehr zerfetzt, Teppiche
an Ort und Stelle gelassen, die Katze hofft auch auf Akzeptanz und ich kann endlich in Ruhe Zähneputzen ohne
Ihr auf Schritt und Tritt hinterher zu laufen und alles zu retten was zu retten ist. Ich hoffe inständig es geht allen
Welpen- Halter so?! Sagt bitte ja. Ich freue mich natürlich auch auf deine / Eure Geschichten.

In der Hundeschule sind wir auch fleissig. Natürlich nicht die Streber. Aber ich finde wir tummeln uns im Mittelfeld.
Leider muss ich gestehen, dass die Zeit fürs Lernen bei mir schleifen geht. Neben meinem 8.5 Stunden Arbeitstag
bleibt jetzt im Winter nur noch der dunkle Abend zum lernen. Wir geben nicht auf. Wir bleiben dran heisst das Motto.
Es braucht wirklich viel Disziplin, das durchzuziehen. Wir müssen noch so viel lernen. Vor allem die Grundlagen
möchte ich noch ausbauen. Da bleibt noch viel Luft nach oben auf dieser steilen Erfolgsleiter.

Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Mit dem Füttern klappt es auch… wie sollte es auch nicht bei einem Labi? Hihi
Am liebsten würde die kleine Naschkatze den ganzen Tag auf einem Leckerli herumkauen. Wir sind immer noch unter
den Barfern. Die Rohfütterung klappt bestens. Wir probieren uns durch das grosse Angebot und testen auch viel
neues Gemüse, Obst natürlich sind Innereien auf Lettys Speiseliste ganz oben.

Letty ist jetzt 6 Monate alt und wird so langsam eine richtig grosse Dame. Jeden Tag etwas neues auf dieser grossen Welt zu
entdecken…

Macht’s gut.
Wir melden uns bald wieder.
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