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Schon mehr als ein halbes Jahr leben wir jetzt zu viert in unserem kleinen Rudel.
Mein Partner, meine Katze, Letty und ich. Ein grosser Umzug haben wir auch schon
gemeistert. Wir können glaube ich stolz verkünden – wir sind ein richtiges Team!

Meine Katze Patzy, lebt schon seid dem Oktober 2014 bei mir. Ich muss ja zugeben, Sie war für mich eine richtige Seelenfreundin. Wir klebten regelrecht aneinander. Wir brauchten uns gegenseitig und konnten auch nicht ohne einander. Bis ich mich entschieden habe, Letty zu mir / zu uns zu holen. 

Der Tag des Kennenlernens

Ich vermute es war für uns alle ein unvergesslicher Tag. Aber sicher am meisten für Patzy.
Ihre kleine “Hauskatzen“ Welt, Ihr Territorium, Ihr Revier, Ihr Rudel wurde ohne Vorwarnung von einem Tag auf den anderen auf die Probe gestellt. Ich vermute zwar, sie merkte dass etwas im Gange war. Das sich etwas ändern würde. Aber wahrscheinlich nicht in dem Ausmass. Nicht mit diesen Folgen. 

Zu Anfang habe ich geglaubt, dass Patzy gar kein so grosses Problem mit Letty hat. Klar, Letty war ja auch noch Hundemüde von der aufregenden Reise ins neue Zuhause und schlief recht viel. Patzy hatte dabei die Gelegenheit, den Neuankömmling ausgiebig zu beschnüffeln. Patzy merkte aber schnell, dass an der Situation irgendwas Faul war. Es standen seit ein paar Tagen, neue Gegenstände in ihrem Revier rum. Töpfchen, Spielzeug und eine Kuscheldecke. Auch Patzy’s Katzenzimmer, wo sie meistens auf dem Schrank schlief, war durch ein Baby-Absperrgitter abgezäunt. Was soll das? Patzy sah mich mit grossen Augen schief an, als ich von ihr verlangte, unten durch zu krabbeln.
Was natürlich ohne Problem zu bewältigen war, für ein kleines feines Kätzchen wie sie. 

Nach ein paar Tagen benahm Patzy sich immer komischer, immer distanziertet.
Ich spürte richtig wie sie mir aus dem Weg ging. 

Patzy realisierte jetzt: Dieser Neuankömmling bleibt – für immer! 

Patzy war wirklich anzumerken, vor allem an ihrem Verhalten, dass sie jetzt langsam begriffen hat, dass Letty auch hier zu Hause ist. Dass Letty jetzt jeden Tag hier sein wird. Letty ist nicht nur so ein Besucher, wie viele vorher. Nein, Letty wohnt jetzt hier. “IN MEINEM REVIER! Dieser doofe Hund klaut mir meine Mama (Mein Futterlieferant – meint Patzy wahrscheinlich)! Hau ja wieder ab du doofe! Dir zeig ichs! Und dir Mama? Wie kommst du auf die Idee mich einfach auf die Reservebank zu schicken? Bedeute ich dir wohl nicht mehr soviel oder? Pha, ich hasse dich!“

Patzy’s Verhalten
Patzy verzog sich immer mehr, liess sich kaum mehr blicken, wenn dann nur noch zum fressen um dann gleich wieder abzuhauen. Sie liess sich nicht mehr anfassen, fauchte sehr viel, und wies mich weg. Sie sass viel draussen auf ihrem eingezäunten Balkon, oder auf dem Schrank oder einfach überall da, wo wir sicher nicht waren. 
Zum grossen Glück fing sie nicht an demonstrativ überall hin zu pinkeln. Ich habe nämlich davon gelesen, dass dies Katzen gerne tun, wenn ihnen was nicht in den Kram passt. (Glück gehabt) 

Patzy’s Verhalten dauert zu dieser Zeit schon seit 4 Monaten an. Ohne grosse Veränderung.
Manchmal kam ich wieder etwas an sie ran. Sie liess sich von mir streicheln. Vielleicht durfte ich auch mal mit ihr spielen, aber nur für ein paar Minuten. Bis sie sich wieder, geärgert und betrogen von mir, abwendete. Sie terrorisierte mich in dieser Zeit auf Seelischer Ebene, was mir wirklich schrecklich weh tat. 

Umzug ins neue Zuhause

Mein Lichtblick kam dann mit dem bevorstehenden Umzug ins neue Zuhause. 
Ich hoffte für Pazty, für Letty und für mich, auf einen Neuanfang. Das neue Zuhause soll,
für alle Gleichberechtigung bedeuten, keiner soll sich Bevor- oder Benachteiligt vorkommen. 
Insbesondere Patzy natürlich. Im November 2017 war es endlich so weit. 

Also haben wir alles was vom alten Zuhause ins neue Heim gezügelt werden musste, verfrachtet und 
am neuen Ort wieder ausgepackt. Patzy’s Katzbaum und ihre persönlichen Sachen, bekamen einen Ehrenplatz im Wohnzimmer und natürlich wieder ein separates Katzenzimmer, damit sie auch hier wieder einen Rückzugsort hat, wo Letty auf keinen Fall rankommt. 

Letty konnte den Tag des Umzugs bei meiner Mutter verbringen. Damit sie nicht zwischen all den Kartons und Möbeln unterging und vor allem nicht noch zusätzlichem Stress ausgesetzt wurde.
Ins neue Zuhause einzuziehen fiel Letty sowieso nicht schwer.
Wir konnten während den Renovationsarbeiten schon einige Stunden im neuen Heim verbringen.
Sie war immer mitten drin, beim Malen, beim Putzen, beim Stromleitungen ersetzten. 
Sie konnte sich also schon im Voraus mit der neuen Umgebung anfreunden. Auch bei der Gartenarbeit, hatte sie die Gelegenheit gehabt ihren neuen Auslauf kennen zu lernen. In den Pausen, haben wir auch die neue Nachbarschaft genauer unter die Lupe genommen, den Wald erkundigt und neue Gassi- Wege entdeckt. So war es für sie eine ruhige und stressfreie Ankunft in neuen Zuhause. 

Patzy haben wir zuerst ins neue Heim gebracht. Bevor wir Letty bei meinen Eltern abholten.
Wir schlossen die Tür auf und entliessen sie aus ihrer Transportbox in die neue Wohnung. Patzy beschnupperte alle Räume ausgiebig und tapste schon locker herum, als wir nebenbei unsere Sachen verräumten. Als ich bemerkte, dass Patzy auf Ihrem Kratzbaum eingeschlafen ist, sind wir Letty bei meinen Eltern abholen gefahren. Natürlich machte Patzy keine Luftsprünge, als sie Letty durch den neuen Korridor erblickte. NEEE DIE AUCH WIEDER? Ich sah die Endtäuschung in Patzys Augen. 

Patzy’s Verhalten Teil 2

Patzy verhielt sich immer noch sehr distanziert und abweisend. Ich sah ihr immer mehr an, wie unglücklich sie war. Sie sass traurig am Fenster und sah hinaus. Sie wich mir immer noch aus, beachtete mich absichtlich nicht und liess mich links liegen. 

Auch wenn ich mit Letty im Garten spielte, sah ich wie Patzy vom Fenster raus uns zuguckte.
Was mich auf die Idee brachte, Patzy von der Hauskate zur Freienkatze zu machen. 
Gleich darauf, habe ich mir beim Tierarzt einen Termin für Patzy vereinbart. Auch der Tierarzt sagte zu mir: Eine Katze kann sich selber Krank machen, wenn Sie nicht raus darf!
Also war für mich ab jetzt sowieso klar: Patzy muss raus! Und zwar schnell! Impfungen waren angesagt. Natürlich ist Patzy ein Tierarzt-Hasser! Sobald Sie in diese blöde enge Transportbox eingesperrt wird, fängt der Katzenjammer an. Zum Glück hatte die liebe Tierärztin eine schnelle Hand und wir waren kurz darauf wieder zu Hause. Die Prozedur mussten wir zweimal durchstehen, bis es im Januar endlich so weit war – Patzy konnte raus, in die Freiheit. 

Wie es Patzy heute geht 

Ich glaube behaupten zu dürfen – Sie ist glücklich. 
Sie verbringt seit einem Monat sehr viel Zeit draussen in der Natur. 
Seit ein paar Wochen haben wir Patzy auch wieder eine Katzenklappe in die Türe eingebaut, was natürlich super ankommt. Die Klappe ist rege im Betrieb und ein raus und raus ist den ganzen Tag angesagt. Sie schläft sehr viel. Was wahrscheinlich davon kommt, weil sie jetzt viel mehr ausgelastet ist, als vorher. Patzy lässt sich auch wieder anfassen, Streicheleinheiten sind wieder sehr gewünscht, sie ist anhänglich wie vorher und schmust sehr gerne. Sie geniesst es, abwechseln zu können. Sie kann jetzt selber entscheiden, ob sie raus will, ob sie mit uns in Kontakt sein will oder eben nicht. 
Über Nacht schläft sie viel auf ihrem Kratzbaum. Was für mich ein Zeichen für die Nähe zu uns ist, die sie trotz allem immer noch sucht. 

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Patzy und Letty heute

Die beiden sind immer noch kein Herz und eine Seele. 
Letty findet es cool und lustig Patzy durch die Wohnung oder den Garten zu jagen. Obwohl sie viel zu langsam ist und es niemals schaffen wird Patzy einzuholen. Was Patzy wahrscheinlich auch weiss 😛
Manchmal glaube ich, sie spielen miteinander. Patzy kreuzt manchmal absichtlich Lettys Weg, nur um zu provozieren. Diese schlaue Katze!

Es gibt aber auch Momente, wo sie sich ziemlich nahe kommen. Zumal Patzy auf ihrem Sessel oder in ihrem Körbchen liegen kann und sich von Letty beschnüffeln lässt, ohne sie dabei anzufauchen oder sogar weg zu jagen. Patzy lässt es zu, dass Letty in Ihrer Nähe ist, wo sie ihr so ausgeliefert wäre und kaum wehren könnte.

Ich glaube wir nähern uns langsam einer wirklich guten Tier Freundschaft an.
Die zwar ganz langsam wächst und immer mehr, ein wenig Früchte trägt. 

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Written by Föhnlocke

    4 Kommentare

  1. Izabella 22. Februar 2018 at 19:19 Antworten

    Liebe Andy,
    Kinder können einen so böse bestrafen 🙁 Liebesentzug wirkt halt immer!
    Eine Freundin von mir hatte zuerst den Hund, ein Therapiehund, und der hat dann die Katze als eigenes Haustier bekommen 😀 Ich weiß natürlich nicht, ob das umgekehrt funktioniert: Patzy als große Schwester, die mal für Letty sorgen muss? 😉
    Viele Grüße, Izabella

    • Föhnlocke 22. Februar 2018 at 22:40 Antworten

      Liebe Izabella
      Das wäre ja ein Traum wenn das mal so käme *_*
      Aber wer weiss, vielleicht geht’s bei meinen zweien einfach doppelt so lange 😛

  2. Karl 23. Februar 2018 at 16:53 Antworten

    das war bestimmt heftig, wenn die Katze so lange bockig ist. Puh…
    Schön, dass es besser wird.

    • Föhnlocke 23. Februar 2018 at 20:18 Antworten

      Ja es war wirklich schlimm für mich. Es hat mich richtig verletzt.
      Aber meiner Katze gings ja wahrscheinlich nicht anders…
      Jetzt hoffe ich dass wir uns bald alle wieder verstehen 🙂

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