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Wie du vielleicht gestern in meinem ersten BeitragFerien mit Letty schon gelesen hast,
werden wir in diesem Jahr mit unserem Camper + Letty durch die Schweiz ziehen und 
den einen oder anderen neuen Flecken auf der Karte in live entdecken. 

Wir spazieren am liebsten in den Wäldern, am See oder am Fluss entlang. Die Natur fühlt sich da so richtig frei an und wir lieben das abwechslungsreiche Gebiet, wo wir hier leben. In 5 Gehminuten sind wir am Fluss oder mitten im Wald. Wenn wir etwas länger am Fluss entlang spazieren oder einfach schnell ins Auto hüpfen, sind wir in etwa 10 Fahrminuten am See. Das ist wirklich Luxus oder?

Unsere Feriendestination sollte also möglichst im Grünen sein. Damit wir auch in unseren Ferien nicht auf gemütliche Spaziergänge in der Natur verzichten müssen. 

Wenn man den Wald vor lauter Schilder nicht mehr sieht.

Wenn wir Richtung See unterwegs sind, stehen Sie da überall rum. DIE SCHILDER.
Wie massive grüne Polizisten, wachen Sie neben dem Weg und weisen auf die “Leinenpflicht“ hin. 
Ich höre Sie manchmal sogar flüstern: Bitte nehmen Sie ab diesen Abschnitt des Weges Ihren Köter an die Leine – Vielen Dank. Tja, ich fühle mich von den Schildern so beobachtet und auch von anderen Spaziergängern auf diesen “beschilderten“ Wegen, dass ich mich Letty kaum getraue, aus den Augen zu lassen. Geschweige “nur schon der Gedanke daran, Letty von der Leine zu lassen“! 
Obwohl kein Mensch weit und breit in Sicht ist. An einem Wochenende ist es für mich selbstverständlich, wenn Kinder und Nachbars Oma mit wackeligen Beinen durch den Sand stapfen und dabei das Baby bei Opa auf der Picknickdecke mit den Klötzchen spielt. Da wäre es ja wirklich unmöglich Letty frei herumlaufen zu lassen. Wahrscheinlich nicht einmal, weil Sie die Leute ärgern würde, also doch vielleicht im Endeffekt schon, weil Sie sofort den Picknickkorb ansteuern und vor mir mit einer Bratwurst vorbeischwenzeln würde. “Guck mal Frauchen, da lag einfach ne Wurst rum!“ Aber an einem solchen Tag, (war ich einmal dort, seit daher nie mehr) sind einfach sowieso viel zu viele Leute am See. Viel zu Laut und was soll ich denn da mit Letty? Lernen wie ich zwischen der Menschenmenge im zickzack an Ziel komme? Ne Danke. Da geh ich lieber in den Wald. Denn da ist bestimmt keiner, weil alle am See sind 😛 

Natürlich stehen die Schilder am Wegesrand nicht nur zur Zierde da, es macht auch Sinn die Hunde an die Leine zu nehmen. ( Guterzogene, Nichtjäger sind vielleicht nicht so betroffen) Aber Letty hätte sicherlich den grössten Spass alles was ihr vor der Nase vorbei fliegen würde, zu jagen. 
Die Schilder weisen nämlich auf die Schutzzone hin, genauer gesagt, in unserem Fall: 
das Naturschutzgebiet. In diesen Teilen vom Seeufer brüten viele Vogelarten. Um diese also 
von Hunden wie Letty zu schützen, stellt man diese Schilder auf, um die brütenden Vögel zu
schützen und nicht wieder zu vertreiben. AHA. 🙂 

Kantonale Hunderechte 

Wie ich im gestrigen Beitrag schon erwähnt habe, geht’s für uns ein paar Tage ins Wallis. 
Jetzt habe ich mich letztens gefragt, ob es solche Regelungen auch in anderen Kantonen gibt. 
Nicht dass wir dort wirklich noch einem “echten“ Polizisten über den Weg laufen, während Letty frisch fröhlich frei durch die Gegend zieht. Und so habe ich herausgefunden, dass es in der Schweiz 
ETWAS, kompliziert ist mit den Gesetzten. Etwas ist wirklich untertrieben, denn wie sich herausgestellt hat, wurstelt hier jeder Kanton mit seinen eigenen Gesetzten herum. 
Also hab ich mich mal hingesetzt und probiert herauszufinden, was Letty und ich im Wallis dürfen und was eben nicht erlaubt ist: 

Kanton Wallis

  • Jeder Hundehalter ist verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen.
  • Hundehalter sind verpflichtet den Kot ihres Hundes einzusammeln.
  • Leinenpflicht gilt: Innerorts, Umgebung von Schulen, öffentlichen Spiel- und Sportanlagen, an Bahnhöfen und Haltestellen, an stark befahrenen oder unübersichtlichen Strassen, in der Nähe von Nutztieren, sowie an Orten an denen Leinenpflicht signalisiert sind. 
  • In gekennzeichneten Naturschutzgebieten.

Im Wallis gibts sogar eine Liste von verbotenen Hunderassen und deren Kreuzungen, welche nicht in den Kanton eingeführt werden dürfen. Darunter sind die Rassen: Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, Dobermann, Dogue Argentin, Fila Brasileiro, Rottweiler, Mastiff, Matin Espangnol, Matin Napolitain, Tosa.

Wenn ich jetzt schon dabei bin, habe ich mir noch ein paar andere Kantone ausgesucht, welche vielleicht auch noch auf unserer Camping-Route landen werden: 

Kanton Aargau

  • Hunde sind vom 01. April bis 31. Juli in den Wäldern an der Leine zu führen. 
    In der übrigen Zeit können Hunde auf Waldstrassen unter Aufsicht ohne Leine laufen. 

Kanton Zürich

  • Hundehalter sind verpflichtet eine Haftpflichtversicherung für eine Deckungssumme von mindestens einer Million Franken abzuschliessen.
  • Hundehalter sind verpflichtet den Kot ihres Hundes einzusammelnIn
  • In Wäldern und an Waldrändern sowie bei Dunkelheit im Freien sind Hunde in Sichtweite auf kurzer Distanz zu halten.
  • Verboten sind Hunde in Friedhöfen, in Badeanstalten, auf Pausenplätzen von Schulhausanlagen, auf Spiel- oder Sportfeldern sowie an Orten, die von den zuständigen Behörden entsprechend signalisiert wurden.
  • Generelle Leinenpflicht gilt in öffentlich zugänglichen Gebäuden, an verkehrsreichen Strassen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen und an Haltestellen sowie an entsprechend signalisierten Orten.
  • Hunde sind im öffentlich zugänglichen Raum anzuleinen, wenn sie läufig oder bissig sind.
  • Bissige Hunde gilt eine Maulkorb Pflicht. Aber auch für Hunde der Rassenliste: 
    American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterier, Staffordshire Bullterrier, American Bull Terrier, Pitbull Terrier, Bandog und Basicdog (beides Pitbull-Varianten). Verboten sind auch Mischlinge mit mehr als 10 Prozent Blutanteil der verbotenen
  • “Hundeverordnung auch maximale Bussen auf, die bei Verstössen fällig werden. Wer etwa einen Hund der verbotenen Rassen hält, kann mit bis zu 5000 Franken, wer gegen die Leinen- oder Maulkorbpflicht verstösst, mit bis zu 3000 Franken bestraft werden; für einen Verstoss gegen die Ausbildungspflicht können maximal 2000 Franken ausgesprochen werden oder ist beispielsweise für die Missachtung des Haftpflichtobligatoriums eine Busse von höchstens 1000 Franken möglich.“ 

Kanton Schwyz

  • Jeder Hundehalter ist verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen.
  • Hundehalter sind verpflichtet den Kot ihres Hundes einzusammeln.
  • Generelle Leinenpflicht gilt in öffentlichen Anlagen, auf öffentlichen Wegen und im Strassenverkehr. Ausgenommen sind Hunde beim Viehtrieb
  • Läufige Hündinnen sind eingesperrt zu halten.
  • Es ist verboten, Hunde unbeaufsichtigt öffentlich umherlaufen zu lassen.
  • Der Kanton Schwyz kennt bislang keine Rasseliste. Allgemein sind Hunde  so zu halten, dass sie weder Personen noch Tiere gefährden oder belästigen.

Kanton Zug

  • Es existieren keine kantonalen Hunde-Bestimmungen, mit Ausnahme der Jagdgesetzgebung.
  • Im Kanton Zug gelten keine besonderen Vorschriften für gefährliche Hunde, die Gemeinden sind aber berechtigt, auf ihrem Gebiet Reglemente zur Hundehaltung zu erlassen.

Kanton Tessin

  • An öffentlichen Orten, die von Personen und/oder Tieren frequentiert sind – oder deren Präsenz im Voraus nicht ausgeschlossen werden kann – sind Hunde an der Leine und – sofern angezeigt – mit Maulkorb zu führen.
  • Der Bewilligungspflicht unterliegen folgende 30 Hunderassen: Rottweiler, American Bulldog, Deutsche Dogge, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Mastiff, Mastino Napoletano, Dogue de Bordeaux, Bullmastiff, Tosa Inu, Ciarplanina, Mastino del Tibet, Anatolischer Schäferhund, Kaukasischer Schäferhund, Schäferhund von Zentralasien, Cane Corso, Deutscher Schäferhund, die vier belgischen Schäferhunde, Holländischer Schäferhund, Tschechoslowakischer Wolfshund, Beauceron, Komondor, Kuvasz, Südrussischer Schäferhund, Schäferhund der Tatra, Bull Terrier, Bull Terrier Miniature, American Pitbull, Staffordshire Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Dobermann und ihre Mischlinge.
  • Die Vorschriften über die Bewilligungspflicht gelten auch für Hunde, die sich länger als 30 Tage pro Jahr im Kanton aufhalten, was vor allem Ferienhaus- oder Zweitwohnungsbesitzer betrifft. 

Es gibt natürlich zu jedem Kanton einen solchen Auszug, den du unter tierimrecht.org oder sicher
auch auf jeder Kantons Webseite findest. 

Und als kleiner Tipp am Rande: Mach dich vorher kurz schlau, wenn du geplant hast in die Ferien zu verreisen. Natürlich nicht nur für die Schweiz, es gibt sicherlich auch viele Gesetze in anderen Ländern. Was dabei sicher auch den Hundepass und Impfungen betreffen! 

Wir wissen jetzt was uns im Wallis alles erwartet. Aber natürlich freue ich mich auch über Kommentare, Hinweise und Infos von deinen Erfahrungen. Warst du schon einmal im Wallis? 
Oder lebst du vielleicht sogar mit deinem Hund dort? 

Ich freue mich mehr von dir zu erfahren 🙂

Quelle und Infos: tierimrecht.org

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Written by Föhnlocke

    2 Kommentare

  1. Ina Apple 17. Februar 2018 at 19:16 Antworten

    Interessant, das es da Unterschiede gibt! Also nicht Hundehalter habe ich mir über solche Regelungen ja noch nie Gedanken gemacht. Is ja schon fast ein bisschen anstrengend. 😉

    • Föhnlocke 17. Februar 2018 at 21:13 Antworten

      Ich mir zuvor auch nicht. Aber jetzt muss ich gucken dass Letty keine Knöllchen sammelt 😛

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