Foehnlocke und Letty. #Update der 4. Monat

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Ein Blick zum Fenster raus.
Es ist schon Herbst. Wie die Zeit vergeht.
Es ist grau. Nass. Kühl. Windig. Ein Zug donnert vorbei.
Das abgefallene, goldige, schon getrocknete, Herbstlaub raschelt jetzt über den Boden.
Die einzige Möwe, die sich vermutlich verflogen hat, kreischt in die Stille über dem Feld.

Da sind WIR.

Letty und Ich.
Schon bald 4 Monate sind wir zusammen unterwegs. Täglich. Meistens 24h lang.

Uns geht es gut. Ich möchte fast behaupten. Von Tag zu Tag besser. Wir lernen uns kennen.
Letty lernt mich als Menschen, als Herdenführerin kennen. Und ich Letty als Hundewelpen.
Wir lernen jeden Tag so viel voneinander. Das wird mir immer wieder bewusst, wenn ich sehe,
wie wir uns verändern. Wir wachsen zusammen. Letty braucht mich. Und ich liebe Sie, so wie Sie ist.

Letty ist mein erster Welpe. Mein erster wirklicher Hundekontakt. Ich muss gestehen, ich habe zuvor
mein ganzes Leben nie das Bedürfnis nach einem Hund verspürt. Auch als Kind nicht. Ich bin mit Katzen
aufgewachsen. Hunde bin ich meist mit grossem Bogen umgangen. Ich hatte eher Angst, vielleicht nicht
gerade Angst, aber grossen Respekt. Warum? Ich weiss gar nicht. Mir sind keine negativen Erfahrungen
bekannt. Vielleicht einfach nur menschlicher Instinkt? Der mich bewusst vor diesen Tieren fern hielt?
Keine Ahnung.

Als ich den ersten Fuss ins Tiergehege von Letty Züchterin setzte, schlug mein Herz so laut, es rauschte
richtig in meinen Ohren. Das zittern meiner Knie und Hände konnte ich, glaube ich zumindest, gut überspielen.
Klar weiss ich, das Hunde meinen Zustand, meine Gefühle wittern. Als die Rasselbande auf mich zuraste,
hielt ich vermutlich den Atem an. Es waren 4 ausgewachsene Collies. Das Beschnuppern dauerte nur einige
Sekunden, bis sich das Rudel winselnd um uns herum bewegte. Der erste Schritt ist getan. Das waren wahrscheinlich
die intensivsten ersten Sekunden des Hundekontaktes in meinem Leben. Danach ging alles Schritt auf Schritt.
Als ich in der Welpen-Zone stand, war meine Angst verschwunden. Sicherlich sind diese kleinen flauschigen
Wolle Propen süsse kleine Frechdachse. Die können doch keinem was zu Leide thun.

Jetzt nach unserer Eingewöhnungsphase mit einmal Wohnungswechsel sind wir angekommen.
Klein wenig Respekt habe ich aber dennoch vor Letty. Die hat so riesige Zähne! Die Milchzähnchen sind schon alle
raus geflogen. Eine grosse Lady ist sie jetzt schon. Sie wird so langsam Erwachsen meine Kleine.
Auch ruhiger wir sie. Die Wohnung wird nicht mehr in Einzelteile zerlegt, die Kissen nicht mehr zerfetzt, Teppiche
an Ort und Stelle gelassen, die Katze hofft auch auf Akzeptanz und ich kann endlich in Ruhe Zähneputzen ohne
Ihr auf Schritt und Tritt hinterher zu laufen und alles zu retten was zu retten ist. Ich hoffe inständig es geht allen
Welpen- Halter so?! Sagt bitte ja. Ich freue mich natürlich auch auf deine / Eure Geschichten.

In der Hundeschule sind wir auch fleissig. Natürlich nicht die Streber. Aber ich finde wir tummeln uns im Mittelfeld.
Leider muss ich gestehen, dass die Zeit fürs Lernen bei mir schleifen geht. Neben meinem 8.5 Stunden Arbeitstag
bleibt jetzt im Winter nur noch der dunkle Abend zum lernen. Wir geben nicht auf. Wir bleiben dran heisst das Motto.
Es braucht wirklich viel Disziplin, das durchzuziehen. Wir müssen noch so viel lernen. Vor allem die Grundlagen
möchte ich noch ausbauen. Da bleibt noch viel Luft nach oben auf dieser steilen Erfolgsleiter.

Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Mit dem Füttern klappt es auch… wie sollte es auch nicht bei einem Labi? Hihi
Am liebsten würde die kleine Naschkatze den ganzen Tag auf einem Leckerli herumkauen. Wir sind immer noch unter
den Barfern. Die Rohfütterung klappt bestens. Wir probieren uns durch das grosse Angebot und testen auch viel
neues Gemüse, Obst natürlich sind Innereien auf Lettys Speiseliste ganz oben.

Letty ist jetzt 6 Monate alt und wird so langsam eine richtig grosse Dame. Jeden Tag etwas neues auf dieser grossen Welt zu
entdecken…

Macht’s gut.
Wir melden uns bald wieder.
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