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‘’Alle drei Hunde sind tot – wer macht sowas?’’ 
Diese Worte gehen jedem Fellnasenbesitzer durch Mark und Bein. 
Giftköder, eine Falle die jeder Schnüffelnase zum tödlichen Verhängnis werden kann.

Beitrag auf 20Minuten

Am 19. Februar schaltet die Zeitschrift 20-Minuten einer dieser Beiträge online, bei welchem ich wirklich mit den Tränen kämpfte. Bereits nach den ersten Worten von Daniela M. bildete sich ein riesiger Kloss in meinem Hals und ich spürte richtig wie die Angst in mir aufsteigt. 

Daniela M. erlebt das wohl schlimmste Schicksal eines Hundebesitzers.

Ihre drei Lieblinge spielen im Garten, als jemand vergiftete Cerlvelats mit Rasierklingen 
und Nadeln zu Ihren Hunden in den Garten wirft. – Keiner der drei Hunde hat überlebt. 

Was Daniela M. da durchmachen musste, tut mir von Herzen leid. 

Dieser Weckruf hat mir aber wieder einmal die Augen geöffnet, wie schrecklich die Welt sein kann.
 Irgendwie denken wir doch immer: das wir mir schon nicht passieren! Wir lesen oder hören von diesen Geschichten alle Jahre wieder in den Medien. Die bittere Realität vor der eigenen Haustür wird dabei vielfach verdrängt oder einfach nicht wahrgenommen. Aber wer weiss was da draussen, um die nächste Ecke alles passiert, wer da vorbeigeht, was da alles fallen, liegen gelassen wird, vielleicht aus Versehen oder in den meisten Fällen ja bestimmt mit Absicht. Rasierklingen, Nägel und Nadel und Rattengift verstecken sich nicht von alleine in einem Stück Wurst. Es ist einfach nur schrecklich zu was wir Menschen fähig sind. Zumal die Tiere sich selber wohl am wenigsten zu Schulden lassen kommen.

Warum Menschen zu Hundehassern mutieren?

Ganz ehrlich? Ich weiss es nicht. Es ist verständlich, dass nicht jeder von uns Hunde mag. 
Das müssen Hundehalter-/innen auch akzeptieren. Aber ich finde auch Leute die Hunde nicht ausstehen, dürfen sich doch nicht das Recht herausnehmen, das Leben eines Tieres auf so eine brutale Art zu beenden. Nur weil man Hunde nicht mag? Das geht doch nicht.

“Der will doch nur Spielen“

Ein Grund kann vielleicht die Angst vor zu meist fremden Hunden hervorrufen. 
Ich bin absolut der Meinung, wenn ich auf der Strasse, auf dem Feldweg, am See, oder auch im Wald, alleine oder mit meiner Familie spaziere (vermerkt als KEIN Hundehalter) darf ich davon ausgehen, das der entgegenkommende Hundehalter – der mich auch sieht – seinen Hund an die Leine nimmt, oder zumindest beim Kreuzen, seinen Hund am Halsband hält und auf die Seite nimmt.

Meine Erlebnisse
Ich weiss noch aus der Zeit, wo Letty nicht bei mir war, dass ich fremde Hunde nicht einschätzen konnte. Ich war genüssliche Joggerin und ging gewohnt meine Wege. Aber sobald ein unangeleinter Hund auf mich zu kam, stieg in mir schon die Panik auf. Mist – wem gehört der? Oder wo sind denn die Hundehalter? Im Dunkeln konnte ich die meist nachkommenden Hundehalter erst später ausmachen.
 Aber ich fühlte mich unwohl, einem Tier zu begegnen, dass ich erstens nicht kannte und zweitens nicht wusste wie es reagiert, wenn ich jetzt da vorbei springe. Vielleicht erschreckt es sich? Und beisst, jagt mich?
Darum wird Letty von mir immer auf die Seite genommen, parkiert oder wirklich an die Leine genommen, wenn ich sehe, dass eine Schar Kinder oder ein Jogger auf uns zu gerannt kommt.
Weil ganz ehrlich? Ich weiss nicht wie Letty reagieren wird. Vielleicht würde Sie sich gar nicht darum kümmern. Oder im schlimmsten Fall erschreckt Sie so, dass Sie anfängt zu kläffen oder Sie will mich verteidigen. Das will ich wirklich nicht herausfordern.

Meine Begegnungen mit dem Fremden
Ich habe die Erfahrung sogar schon mit Letty zusammen gemacht. Als wir im Wald spazieren, frisch fröhlich hüpfen wir zusammen durchs Laub und freuen uns an der frischen Luft zu sein. Bis ich auf einmal einem fremden Hund, ohne Leine, ohne Herrchen gegenüberstehe. HERZKLOPFEN!
Was wird der ‘’fremde’’ wohltun? Springt er mich an, springt er Letty an, wird er wohl beissen? 
Ich hatte in diesem Moment wirklich Angst um Letty und natürlich um mich selber. 
Weil ich wusste, dass ich Letty auf jedenfalls beschützen muss. 
Der Hund legte sich auf den Boden und flätschte die Zähne. Ein knurren kam bei mir an. 
Ich stand zwischen der angeleinten Letty und dem Fremden. Das ganze spielte sich natürlich innert Sekunden ab. Ich hatte wirklich nicht viel Zeit zum Nachdenken. Es war Handeln angesagt. 
Der Hund machte einen Satz auf mich zu und sprintete ich meine Richtung los. Letty war hinter mir in Sicherheit. Keine Ahnung warum ich das getan habe, aber der Hund sprang auf mich los und ich packte den Fremden einfach an seinem roten Halsband und warf ihn wider zurück. Dabei brüllte ich ein lautes Nein! Aufatmen. Ich viel fast um vor einer Überdosis Schreck und Adrenalin. 
Der Fremde lief in eiligem Tempo von dannen. Später, als ich mich von meinem Schrecken erholt hatte, mittlerweile sitzend auf einem Stein, sah ich den Fremden mit seinem Herrchen davon laufen. 

“Der will doch nur Spielen“ – Lieber Hundehalter, das ist mir in diesem Moment sowas von egal! Ich will aber nicht mit deinem Hund spielen! 

Ein ähnlicher Fall passierte nur ein Tag später. Ich wanderte mit Letty einem Trampelpfad durch den Wald den Berg hinauf. Es lag Schnee. Und wir waren die ersten, die sich für diesen Weg entschieden haben. Also stampften wir den Berg hinauf und genossen den frischen Schnee. Der kleine Pfad schlängelte sich den Berg hinauf. Letty natürlich weit vor mir, erkundete sie die Umgebung und suchte den für uns einfachsten Weg. Bis ich auf einmal hinter mir ein schnaufen hörte. 
HERZKLOPFEN! Ich getraute mich nicht umzudrehen. War es vielleicht sogar ein Wolf? Ein tollwütiger Fuchs? Ich hatte schreckliche Angst. Mein Herz pumpte wie wild. Ich wagte einen Blick über die Schulter. Eine Kurve unter mir, auf dem Pfad stand er, der Fremde. Ein grosser, schwarzer Bernersenne. Er sah mich mit seinen grossen, braunen Kulleraugen an und aus seinem hechelndem Schnauze drang der weisse Dampf empor, den er in die Kalte Luft hechelte. Er stand zum Glück noch einige Meter und eine ganze Kurve hinter mir. Letty hat ihn wahrscheinlich noch nicht einmal bemerkt. Ich sah vorsichtig den Hang hinunter und probierte auf dem kurvigen Weg eine menschliche Gestalt auszumachen. Fehlanzeige. Von Brigitta haben wir in der Hundeschule gelernt, einfach ein Lautes NEIN von uns zu geben, wenn der Kontakt nicht gewünscht ist. Also haben ich 
tief Luft geholt und ihn angebrüllt. Als ich die Augen wieder öffnete, sah ich nur noch den feinen Schneestaub aufsteigen und er war ausser Sicht. Phu…
Seit diesen Ereignissen, meide ich mit Letty die Waldspaziergänge in der Nähe von unserm Haus. 
Ich will mich nicht mehr diesen Situationen aussetzten. Dann gehe ich lieber andere Wege. 
Was ich inzwischen festgestellt habe, dass die Hundehalter, welche mir am Damm / Fluss begegnen, 
ein ganz anderes Verhalten aufweisen. Vielleicht auch, weil man wirklich auf weite Distanzen Kreuzungen vorplanen kann. Die Hunde werden zum grössten Teil immer angeleint ohne Probleme gekreuzt. Wir sind jetzt vom Wald zum Flussgänger geworden. Da fühlen wir uns definitiv wohler. 
Vielleicht sind wir – vorallem ich, einfach zu Schreckhaft für den Wald 😛 Oder einfach noch zu Unerfahren. Vielleicht ist der Wald ja für die Fortgeschrittenen Hundehalter gedacht 😛

Vermehrte Verschmutzung der öffentlichen Wege durch Hundekot
Der zweite Grund kann aber auch die vermehrte Verschmutzung durch ‘’unsaubere’’ Hundehalter entstehen. Seitdem ich selber mit Letty auf allen möglichen Wegen unterwegs bin, stelle ich immer wieder ‘’liegengelassener’’ Hundekot am Wegesrand oder in Wiesen fest.
WARUM? Ich kann es einfach nicht verstehen. Wenn Mensch sich entscheidet, ein Hundehalter zu werden und sich einen Hund anschafft, weiss er im Voraus schon, dass der Hund seine Bedürfnisse erledigt, wo’s ihm gerade passt. Und ein anständiger Hundehalter nimmt das ‘’Häufchen’’ mit und entsorgt es. Was ist daran so schwierig? Ich hass es, wenn ich solchen Schweinereien im Alltag begegne! 
Liebe Hundehalter, nehmt Euch bitte 30 Sekunden Zeit und nehmt das Häufchen zusammen! 
Es ist wirklich einfach und ordentlicher, als diese zu meist widerlichen Tretmienen überall zu streuen. Und wie gesagt, wundern müssen wir Hundehalter uns dann eben auch nicht, wenn wir uns mit dieser Schweinerei, keine Freunde machen! 

Natürlich sind diese Gründe immer noch nicht wertend, damit den Tieren so etwas grausames und qualvolles angetan wird! Niemals! Aber ich habe trotzdem Verständnis für Jene, die sich durch das Fehlverhalten von gewissen Hundehaltern missverstanden fühlen.

Anti-Giftköder-Training

Martin Rütter’s Anti-Giftköder-Training Video 

Ich werde mich jetzt aktiver damit beschäftigen, mit Letty das ‘’Anti-Giftköder-Training’’ durchzuführen. Bei einer Sendung von Martin Rütter, dem bekannten Hundetrainer aus dem TV, habe ich mir eine praktische Übung aufgeschnappt. Hier im Video ist die Übung ab 4:48 Minuten verfilmt. Ich werde mit Letty probieren die Übung anhand diesem Video in unseren Lernprozess einfliessen zu lassen. Bericht über das Ergebnis folgt bestimmt 😛

Nützliche Facebook-Gruppen in der Schweiz
Seit heute bin ich auch Mietglied bei der Facebook- Gruppe: Giftköder-Alarm Schweiz.
Hier werden Giftköder-Funde von der Comunity geteilt und die Infos verbreitet.

Meine Bitte an alle Hundehalter-/innen

Liebe Hundehalter-/innen da draussen. Um nicht noch mehr Hass und Wut auf unsere Hunde zu lenken, bitte ich Euch um ein friedliches Miteinander. Unsere Hunde leiden unter “unserem“ menschlichen Fehlverhalten und büssen für uns ein! 
Aber auch an alle Hundehasser da draussen. Euer Problem sind nicht die Tiere, nicht unsere Hunde, das Problem sind ganz alleine wir Hundehalter. Also bitte sprecht mit uns, weisst uns darauf hin, wenn Euch etwas nicht passt! Wir können es zusammen ändern, aber die Tiere haben sich nichts zu Verschulden! 

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Written by Föhnlocke

    2 Kommentare

  1. Maren 22. Februar 2018 at 12:06 Antworten

    Ich finde Giftköder furchtbar – auch als Nicht-Hundehalterin und allgemein eher Person, die fremden Hunden mit Angst und Ablehnung begegnet. Schließlich fügt man nicht nur den Hundebesitzer*innen Kosten und vor allem Angst und Trauer zu, sondern auch einfach mal einem Tier heftige Qualen. Das geht so null in Ordnung, auch dann nicht, wenn man wirklich schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat.
    Ich habe mir darum angewöhnt, Fleisch- und Wurststücken, die ich irgendwo rumliegen sehe, in die nächste Mülltonne zu werfen. Und freue mich, dass ich das erst 2-3 Mal machen musste.
    Liebe Grüße
    Maren

    • Föhnlocke 22. Februar 2018 at 14:09 Antworten

      Wouw ich finde deine Meinung aber auch dein Handeln MEGA! 🙂
      So hilfst du schon vielen Hunden, welche gerne alles zusammen fressen,
      damit sie Ihren Herrchen/ Frauchen nicht gleich Angst einjagen, wenn sie sehen,
      dass grad etwas verschlungen wird 😛

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