Mein VW Bus #1 Umbau zum Camper

 

Mein Hippie Bus entsteht. Langsam. In kleinen Schritten. Aber ich hoffe, er wird noch in diesem Jahr seinen ersten Ausflug als richtiger Camper erleben.
Denn er hat überall ROST, ROST, ROST und noch mehr Rost. Eigentlich könnte ich diesen Beitrag fast als “Die Rost- Geschichte“ schlecht hin bezeichnen.
Aber wir haben schon einige Stunden daran gewerkelt. Das heisst mein Freund und ich. Sein Innen- sowie Aussen Leben sind vom Alter gezeichnet. Die vergangenen Tage und der Rost nagen an Ihm.
Aber wir machen Ihn wieder flott und du bist mit dabei !
Wo er überall auf der Welt schon war, wissen wir leider nicht. Aber er ist ein richtiger Oldie und ich finde er sieht richtig “Weise“ aus. Also denke ich, kennt er viel mehr Wege auf unserer Erde als ich. Ich freue mich bereits darauf, wenn er wieder fahrtüchtig ist. Aber jetzt steht er noch in der Garage und wartet auf die letzten Mechanischen Handgriffe bevor wir mit dem Innenausbau starten können.
Diese Aufgabe habe ich schon im Voraus für meine Hauptdisziplin reserviert.
In den Mechanischen Angelegenheiten, kann ich meinen Freund nur als Helfende- Hand zur Seite stehen.

Für mich erzählen alte Autos so viel Geschichte. Jeder Kratzer auf seinem Lack ist ein Blick in die Vergangenheit, die ich leider nicht erkennen kann. Wenn ich mit meinem Finger darüber streiche, schliesse ich meine Augen und stelle mir vor was er erlebt hat. Als wie ich mich mit dem Auto in Gedanken verbinden kann. In meiner Vorstellung haben Autos auch Gefühle. Meine Liebsten bekommen auch sofort einen Namen. Bei diesem Büschen hier, schwenken wir noch zwischen zwei Namen hin und her. Weil der Bus eine komische grüne Farbe hatte, und ein weisses Hoch Dach war für mich sofort klar: der Bus heisst ab heute “Mr. Melony“. Cool oder?
Mein Freund will Ihn “Melk“ nennen. Was denkst du?
Bis jetzt sind unsere Busse immer Männlich gewesen. Irgendwie würde ich mich auch mal über eine Dame in der Garage freuen. Aber wie sieht ein weiblicher Bus den aus? Rosa oder ein knalliges Rot? Stehe ich nicht so drauf. Unser neuer Camper ist in der Grundfarbe weiss und in dieser Saison flitzt er mit einem hellen- olivgrünen Anstrich durch die Gegend. Unser Alter soll genau die gleichen Farben bekommen.

Was wir bis jetzt gemacht haben:
Ich muss im Voraus sagen, ich komme nicht aus der Autobranche. Mit Technischen Fachbegriffen werde ich hier wohl nicht punkten. Aber ich hoffe du verstehst mit meinen “Normalo“ Ausdrücken, von was ich genau schreibe.

Als aller erstes haben wir seine Rost- Wunden und Narben feinsäuberlich abgeschliffen. & der Rost war wirklich überall. Die Teile welche wirklich nicht mehr zu retten waren, haben wir als Reparatur- Teile neu bestellt und unser Bus anschliessend für mehrere Tage in den Spengler- Urlaub geschickt.

Seit er frisch erholt und mit schicken Blech- Flicken vom Spengler zurück ist und wieder in unserer Werkstatt steht, ging die Rostbekämpfung in die nächste Runde. Auch das Hoch Dach hat durch die ständige Nässe und Feuchtigkeit gelitten. Die Rinne an beiden Seiten sowie hinten und vorne am Dach wird vom nagenden Rost befallen. Wir haben die Rostflecken rausgeschliffen und mit einem speziell strapazierbaren und wichtig: mit Farbe überstreichbaren Silikonkleber benützt um die Löcher zu füllen. Somit ist die Masse Witterungsbeständig. Das heisst sie kann sich der Temperatur anpassen und nachgeben, sie reisst nicht so schnell ein und bleibt länger schön.
Foehnlocke.ch, Schweizer Blog, VW Bus, Restauration, Camper, Umbau
Auch sein ehemaliger, abgenützter Camping- Ausbau haben wir ihm geraubt und vernichtet. Bisschen Rost Bearbeitung im Innenraum und dann kann ich schon bald meine Kreativität im Innenraum ausleben und sein Fahrbares Heim einrichten.

Jetzt geht’s um den Aussenschliff. Kleine Dellen und Unebenheiten werden rausgeschliffen und verspachtelt. Die Fugen werden vom Rost befreit und behandelt.
Eine Grundfarbe und ein sauberer Lack schliesst die aufwendige Arbeit ab.

Nach Stundenlangem Rost behandeln, Fugen säubern, Grundierung auftragen, haben wir die Fugen wieder mit der Kitt Masse gefüllt. Sieht toll aus oder?
Jetzt werden noch ein paar Details am Heckdeckel ausgebessert und im Innenraum Rost behandelt und dann können wir den Bus mit einer Grundierfarbe einheitlich ansprühen.

Diese Rostgeschichte zieht sich jetzt schon eine Weile hin. Aber wir geben uns Mühe die kleinsten Roststellen zu finden und zu behandeln. So hat er die Chance vielleicht wieder ein Jahr rum zu düsen, bevor der Rost sich wieder durch die Farbe nagt.

Das war’s fürs erste aus der Werkstatt. Ich hoffe ich kann dich beim nächsten Mal mit einer schönen neuen Farbe begeistern. Bis dahin wird noch weiter geschliffen bis mir wieder die Finger abfallen. Aber für meinen neuen Hippie Bus gebe ich vollen Körpereinsatz. Er tuckert so schön, ich könnte ihm stundenlang zuhören.
Tuck Tuck Tuck

Hast du auch schon einen VW Bus restauriert? Oder den Innenausbau selber gemach? Hierzu könnte ich noch einige Tipps gebrauchen. Wie ich eine Küchenzeile in den kleinen Innenraum bringe ist für mich immer noch eine Herausforderung. Oder wie das Bett sein soll… klappbar oder eine Feste Liegewiese?
Ich freue mich auf deine Nachricht.

foehnlocke.ch schweizer blog, vw bus, t3, camper ausbau, restauration