[Ferien mit Letty] – Unsere 1. Campingferien mit Letty

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Campingferien.
Ein Genuss der puren frischen Natur, im Grünen, mitten blühender Bäume, im Nadelwald und dem rauschenden Bach der kühles Gletscherwasser ins Thal befördert. Unsere 1. Campingzeit mit Letty im Wallis bleibt einfach unvergesslich.

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Ich und mein Camper 😛

Wenn du schon frühere Camping Beiträge von mir gelesen hast, oder mich privat kennst, weisst du das “Campen“ vor ein paar Jahren für mich ein Horrorszenario gewesen wäre. 

Seit ich mit Schnäuzel unserem VW Camper aber das Campen aus einer ganz anderen Sicht sehe, bin ich auch in diesem Jahr wieder mit voller Begeisterung ins Packfieber geraten und habe mich schon viele Tage zuvor auf dieses Ereignis des Jahres mehr als gefreut. Zumal ich vor 2 Jahren in Schweden meine ersten Campingerfahrungen überhaupt sammeln konnte, zählte ich ja diesmal schon fast zu den Profis 😛 *Nicht!

Wir haben unsere ersten paar Tage im Wallis zuerst im Feriendorf Nendaz und danach im Feriendorf Vercorin verbracht. Meine Berichte von diesen zwei wundervollen Feriendestinationen findest du hier:

Ferien im Walliser Dorf Nendaz 2018

Ferien im Walliser Dorf Vercorin 2018

Kurzer Rückblick

In Nendaz wie auch in Vercorin hatten wir super schöne Unterkünfte. Hundefreundliche Unterkünfte 🙂
Letty konnte uns im Haus aber auch im Ferien Appartement begleiten und fühlte sich Pudelwohl. Wahrscheinlich fühlt sie sich überall wohl, wo wir sind. Egal wir sind alle zusammen. Also haben wir als Rudel die beiden ersten Unterkünfte genossen und uns nach erholsamen Tagen aufs Campen eingestimmt.

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Wunderschöne Natur im Binnthal.

Anreise auf den Campingplatz

Wir verlassen gegen Mittag das ruhige Dörfchen Vercorin und flitzen auf direktem Weg mit unserem Schnäuzel und Letty im Kistchen, sorgsam verwahrt über die Autostrassen. Danach schlängeln wir uns hinter einer Kolonne Touristen die Furkastrasse hinauf, an Baustellen vorbei zum Dorf Lax. Welches wir nach einem kurzen Einkauf auch gleich wieder durchfahren um dann Richtung Ernen und Binn weiterzufahren.

Die Strassen hier sind etwas in einem besseren Zustand, aber immer noch sehr eng und nahe am Abgrund gebaut. Nach einmal Verfahren im verwinkelten Dorf Binn haben wir den richtigen Abzweiger an den kleinen Häuschen vorbei gefunden und düsen weiter durch einen dunklen Tunnel zum Weiler Giessen.

Wir treffen auf dem Campingplatz ein. Lassen Schnäuzel am Wegesrand stehend und schreiten zum Rezeptions- Häuschen. Keiner da. Wir studieren ein Schild. Etwa so: Liebe Gäste, willkommen auf unserem Campingplatz, wir besetzten die Rezeption ab 17.30 Uhr wieder, suchen Sie sich einen Stellplatz aus und melden Sie sich zur angegebener Zeit zur Anmeldung bei uns. Liebe Grüsse…
OOOOK. Na dann, schlendern wir mal mit Letty im Schlepptau durch den ruhigen, verschwunschenen Campingplatz. Schön gelegen am Bergbach, die Binna zu heissen schien, viele Bäume und schattige gemütliche Plätzchen zierten den Camping. Vereinzelte Plätze sind besetzt. Auch Dauercamper bereichern den Platz. Wir haben uns nach einmal Durchlaufen immer noch nicht für einen definitiven Platz entscheiden können. Also stiegen wir einfach wieder ins Schnäuzel Mobil ein und fuhren los. Richtung Bach. An den fast letzten Stellplatz des Areals.

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Hach… Aussicht auf dem Camping genissen. Hinter mir fliesst die Binna Thal abwärts.

Campingzeit mit Letty

Wir haben diese Zeit in der frischen Natur so sehr genossen. Abschalten und einfach mal Leben. Ausser des rauschenden Baches neben unserem Stellplatz war kaum je ein Mucks zu hören. Ab und an spazierten ein paar Campinggäste an unserem Platz vorbei oder ein schwitzender Wanderer durchquerte den Campingplatz auf dem Wanderweg. Letty konnte sich auch nach Stundenlangem schnuppern nicht dazu überreden lassen, mal hinzuliegen, bis sie wortwörtlich vor Müdigkeit dem tiefsten Schlummer der Hundegeschichte verfiel.

Natürlich genoss es Letty die meiste Zeit des Tages draussen vor dem Camper rum zu lungern. Vögel, Blütenstaub, Insekten und andere Campinggäste beobachten. Aber auch buddeln und neue Fährten erschnuppern waren hoch angesagt. Und natürlich spielen. Den ganzen lieben Tag. Wir konnten kaum eine Bratwurst fertig essen, ohne dass sie kalt wurde, weil Letty sich vor lauter Aufregung nicht beruhigen konnte. Alles war neu. Die ganze Situation war neu. Wir hatten Verständnis und hofften sie werde sich an die neuen Umstände hoffentlich schnell gewöhnen.

Unsere erste Nach im Camper war etwas holprig angelaufen. Da Letty den ganzen Abend vor Müdigkeit auf der Rückbank verschlafen hatte, war ihr das einschlafen ganz alleine im unteren Teil das Campers wohl etwas zu viel. Letty ist es nicht gewohnt, mich in der Nach nicht so nahe bei sich zu haben. Sie schläft ja normalerweise neben meinem Bett in Ihrem Körbchen, wo sie meine Nähe deutlich spüren kann und mich anstupsen kann, um zu gucken ob ich noch lebe oder so 😛 Aber im Camper schliefen wir im Dachzelt, und Letty unten im Camper, wo sie uns nicht sehen konnte. Also krakselte sie auf den Beifahrersitz und wollte dort schlafen. Nach 2-3 Mal rauf und runter meinerseits, wurde sie wahrscheinlich doch noch vom Schlaf übermannt und konnte endlich in Ruhe einschlafen. Als sie mich dann mitten in der Nach wieder aufweckte, weil sie vor Schreck nicht mehr wusste, wo sie war. Sie wanderte im Camper rum und quietschte im Dunkeln vor sich hin. Ich stieg zu ihr runter, beruhigte sie, worüber sie sich auch sofort freute und wir kuschelten zusammen auf der Rückbank zusammen, bis sie wieder einschlafen konnte. Die zweite Nacht schlief Letty schon wie eine Grosse ganz alleine unten und auch ohne ihr Verhalten von letzter Nach zu wiederholen.

Den ganzen Tag auf dem Camping mit einem Hund ist auch viel spannender. Man lernt super einfach nette Leute kennen und kommt dank den Tieren viel eher in ein Gespräch. Auch die Begleitung zum WC Häuschen, zur Dusche oder zum Abwaschen lernte ich zu schätzen, da ich einfach nicht mehr alleine war, oder ängstlich durch die Dunkelheit flüchten musste. Am besten nimmt man eine lange Schleppleine mit, die am Camper oder einem Baumstamm befestigt werden kann, damit sich Hund auch “fast“ frei bewegen kann.
Leider ist diese bei unserem Ausflug zu Hause geblieben, aber dank den 5 Leinen die wir dabei hatten, konnten wir sozusagen eine selber basteln 🙂 Auf dem Camping hatte es wahnsinnig viele Hunde. Anscheinend waren alle Hundehalter mit dem selben Ziel in der selben Zeit unterwegs und haben sich in der Nähe von uns einquartiert. Was wirklich eine tolle Sache war, denn wir konnten viele neue Bekanntschaften schliessen, nicht nur wir sondern auch Letty. Leider spielte die “Leinenpflicht“ auf dem Platz etwas den Miesepeter, da die Vierbeiner so etwas ausgebremst wurden. Aber vielleicht auch besser so, sonst hätte Letty die Gelegenheit sicher gepackt und beim nächsten Nachbarn bestimmt ein leckeres Würstchen vom Grill geklaut 🙂 Ausser dass sie einmal aus dem Camper ausgebüxst ist, konnten wir keine Fehlschläge auf unser Konto zählen. Wir hatten rund um eine super Zeit und freuen uns schon auf den nächsten Ausflug.

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Hier hat es einfach üüüberall Steine. Egal wo man hin sieht und läuft… faszinierend nicht wahr?

Wanderlust

Um Letty auch ausserhalb des Campingplatzes die Welt zu zeigen, haben wir zwei schöne Wanderungen unternommen. Die meiste Zeit über war Letty an der acht Meter langen Flexi- Leine angeleint und spazierte fröhlich Schwanz wedelnd vor uns her und beschnupperte alles Neue. An der Binna entlang aufwärts standen wir schon vor dem 1. Highlight. Ein wunderbar beschriebener Geologiepfad in Fäld erstreckte sich vor uns.
Für alle Stein- Fans oder Hobbie Geologen ein spannender und leerreicher Pfad mit elf unterhaltsamen Posten über die unterschiedlichen Gesteinsarten der Gegegend, ihrer Entstehung, über die Fundorte und Merkmale. Wenn man nicht einen quengelnder Hund wie Letty dabei hat, kann man auch die ausführlich beschrieben Tafeln an jedem Posten studieren und sein Wissen über all die Binntaler Gesteine steigern. Am Ende des Pfades steht man vor dem einzigen Kristallbergwerk der Schweiz Namens Legenbach. Leider verdeckte bei unserem Besuch der Schnee wie eine schützende Decke das tiefe Geheimnis des Berges, also konnten wir den Steinbruch nur ausserhalb der Abzäunung begutachten. Aber der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch rund um das Bergwerk findet man Klopfstellen wo mit etwas Glück und Freude am Suchen auch kleine Schätze entdeckt werden können. Es glitzert und leuchtet in jedem Spalten der Felsen und es ist auch für die Augen ein wahres Traumbild. Also unbedingt selber vorbei gehen!

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Der 1. Posten des Geologiepfades. Kennst du den Stein wo ich drauf sitze? ich auch nicht 😛
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Faszinierende Löcher im Stein. Habs mal ausprobiert… Kopf reingesteck, nichts zu Essen gefunden, war wohl nicht’s für mich. Das Gerummel ist mir zu laut. Schnell weg da…

Unsere nächste Tour führte uns zum magischen Mässersee. Wir schlängelten uns durch den heissen Nadelwald bis hoch zum Maniboden. Eindrückliche stille und etwas Abkühlung in Mitten einer riesigen Blackenwiese hält uns zu einer gemütlichen Rast mit Weitsicht an. Weiter ging die Reise über Überreste von Schnee, Gestein an verlassenen Steinhäusern vorbei bis zum Mässersee. Letty liess sich nicht zweimal Bitten und zerrte mich fast mit der Leine ins eisige Gletscherkalte Wasser. Wir suchten uns einen gemütlichen Stein und genossen für ein paar Minuten die Einsamkeit hier oben und blickten über die glatte Seeoberfläche die sich kaum zu bewegen schien. Ausser zwei noch nicht ganz aufgetaute Frösche, hatten wir dort oben keine grosse Bekanntschaft kennen gelernt. Der See war zudem voll von Kaulquappen und sonstigen kleinen Lebewesen, die sich langsam wieder ans Sommer Licht zu gewöhnen schienen. Aufgewacht liebe Natur, auch hier oben wird es Frühling 🙂 Nach der Erkundungstour um den See, machten wir uns wieder auf den Rückweg.

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Auf dem 2 Stündigen Anmarsch zum Mässersee auf 2130 m über Meer.
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Auch hier Steine und Steine und mal wieder paar Bäumchen. Natürlich führe ich die Truppe an, wer hätte das sonst gekonnt? Keine Frage oder? 😛
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Hach mein Frauchen liebt Brücken. Auch wenn es noch so klein ist…
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Eine kleine Abkühlung musste schliesslich sein oder? Frauchen und Herrchen haben gekniffen. Ich musste mal wieder alleine die Ehre unseres Rudels retten… Tja was soll man dazu noch sagen…
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Mässersee = CHECK!

Camping mit Letty – wir werden es wieder tun!

Auf jeden Fall! Denn wir haben in diesen Tagen wieder etwas mehr dazu gelernt und auch Letty in gewissen neuen Situation beobachten können und wissen jetzt wie wir die nächste Reise planen müssen und worauf wir besonders Acht geben müssen.

Hier unsere Notizen für die nächste Camping-Tour:

  • Nasser Hund = viel Dreck im Bus.
    Lieber genügend Tücher zum Trocknen mitnehmen, als eines zu wenig.
  • Überall Haare
    Ja Letty verlieht viele Haare, am liebsten die weissen 😛 Welche auch super auf dem Polster und dem schwarzen Fussboden Teppich auffallen. Wunderwaffe? Kleiderfussellrolle einpacken!
  • Nächstes Mal Schleppleine nicht zu Hause lassen!
  • 1. Hilfe-Set für Letty organisieren.
  • Immer genügend Wasser dabei haben & gucken, dass der Hund nicht aus abgestandenen Pfützen trinkt!
    Wenn dann nur am fliessendem Gewässer trinken lassen.
  • Sonnenbrille und Pfotenschuhe je nach Region, Wanderziel besorgen.
  • Zeckenpinzette im Rucksack hat sich definitiv ausbezahlt.
  • Hundekörbchen mitschleppen, muss beim nächsten Mal nicht mehr sein.
    1. kein Platz 2. schläft Letty ohne Probleme auf der Rückbank.
  • Die Ausziebare Flex-Leine muss unbedingt wieder mit! Leinenpflicht auf Campinglatz,
    Wanderwege die durch Mutterkuh-Wiesen führen, Wildtiere die Wanderwege bevorzugen.
  • BARFEN klappt auch auf dem Camping gut.
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Eben wieder diese Brücken-Sucht meines Frauchens… Unglaublich oder? Wieviele Brücken gibt es denn noch?
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Noch ein kurzes Stossgebet, bevors weiter geht…
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Hach und überall liegen da auch immer wieder diese Steine rum, die Binnthaler sollten schleunigst mal aufräumen hier… 😛
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Tja… und im Steinbruch habe ich auch gebuddelt. Habe wirklich mein bestes gegeben und vollen Körper Einsatz gezeigt… Kristalle habe ich schön liegen gelassen, damit die nächsten auch was davon haben. Ich habe diesen tollen Tannenzapfen mitten drin gefunden, ein wahrer Schatz findest du nicht auch?

Bis zum nächsten Mal ihr Lieben Letty und Fellnasenfreunde.

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